Richtcharakteristik Mikrofon

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    Wie ist Richtcharakteristik von Mikrofonen?

     
     

    Klassifizierung der Richteigenschaften von Mikrofonen durch Einzelbegriffe. Dabei werden im Deutschen charakteristische Formen des Polardiagramms nach typischen alltäglichen Formen benannt. Grundformen sind Niere, Acht, Kugel, Keule. Abgeleitete Formen sind Superniere, Hyperniere und breite Niere.

     

    Niere (cardioid, uni-directional)

    Das Richtdiagramm hat die Form einer Niere, Schall von der „Vorderseite“ wird bevorzugt aufgenommen, von der Rückseite unterdrückt. Das Nierenmikrofon ist das Standardmikrofon der Beschallungstechnik. Durch gute Bündelungseigenschaften wird bei zweckentsprechender Anordnung der Komponenten eine hohe Rückkopplungssicherheit erreicht. Als Richtmikrofon ist das Nierenmikrofon ein Gradientenempfänger mit dessen prinzipiellen Nachteilen, die auf einer nicht ganz so straff eingespannten Membran beruhen (Wind- und Popempfindlichkeit, Nahbesprechungseffekt)

     

    Superniere, Hyperniere, breite Niere

    Sonderformen der Nierencharakteristik im Übergangsbereich zwischen Kugel- und Achtercharakteristik. Häufig angewendet in Beschallungsanlagen werden Super- und Hypernieren, ihr Vorteil gegenüber der Niere liegt in der höheren Bündelung; ein anderer Unterschied besteht darin, dass der unempfindlichste Bereich nicht mehr genau auf der Rückseite ist sondern bei ca. 130°. Das kann z.B. beim Einsatz von Bühnenmonitoren (floor monitors) vorteilhaft sein.

     

    Acht

    Das Richtdiagramm hat die Form einer Acht, das Mikrofon nimmt Schall von 2 Seiten gleich stark auf (allerdings gegenphasig) und hat in der Ebene der Membran quasi eine Auslöschung. Das Achtermikrofon wertet die Druckdifferenz zwischen Vorder- und Rückseite der Membran aus (Gradientenempfänger) und ist damit der theoretische Urvater aller Richtmikrofone. Für die Beschallungstechnik hat das Achtermikrofon kaum Bedeutung, aus der Kombination von Acht und Kugel können aber alle Nierenformen abgeleitet werden.

     

    Kugel (omni-directional)

    Das Richtdiagramm hat die Form eines Kreises, das Mikrofon nimmt Schall aus allen Richtungen gleichmäßig auf. Ein Mikrofon mit Kugelcharakteristik wird meist als Druckempfänger ausgeführt und hat dadurch einige prinzipbedingte Vorteile, die oft übersehen werden, z.B. geringe Windempfindlichkeit, geringe Griffgeräuschempfindlichkeit, kein Nahbesprechungseffekt. Mikrofone mit Kugelcharakteristik kann man häufig daran erkennen, dass im Gehäuse nur an einer Seite (frontal) Schalleintrittsöffnungen vorhanden sind.

     

    Keule (shotgun)

    Das Richtdiagramm hat die prinzipielle Form einer Gymnastikkeule. Durch eine akustische Wellenleiterstruktur (Richtrohr) vor der Membran wird die Bündelung eines Nierenmikrofons weiter erhöht. Dadurch wird eine sehr gute Unterdrückung seitlich und rückwärtig auf das Mikrofon einfallenden Schalls erreicht. Einsatz von Richtrohren in der Beschallungstechnik für spezielle Zwecke, z.B. in sehr halligen Räumen an Rednerpulten bzw. in Interviewsituationen oder zur Aufnahme des Mithörtones für die Garderoben in Theatern. Ebenfalls ein Gradientenempfänger, sehr windgeräuschanfällig, allerdings kommen Nahbesprechungseffekt und Popempfindlichkeit durch den großen mechanischen Vorbau vor der Membran (25 … 80 cm) nicht zum Tragen. Die Anwendung von Richtrohren erfordert große Disziplin von
    Rednern bzw. eine große Sachkenntnis des Bedieners.

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